Nördliche Ägäis



Samos war mein allererstes, begeisterndes Reiseziel als Individualreisender gleich nach Athen, doch erst über 20 Jahre später, 2004 hab ich mich weiter nördlich vorgewagt – zu attraktiv schienen mir bis dahin Kreta, die Kykladen und der Dodekanes, also die südlichen Inseln.

Da sich mit zunehmendem Informationsgehalt auf der Website von gtp.gr auch die Schifffahrtsrouten von dem kleineren ostattischen Hafen Lávrio aus leicht herausfinden ließen, bekam ich Lust, einmal von dort aus verlockende Inselziele in nördlicheren Gewässern zu erkunden.
Lávrio war seit jeher ein Stiefkind unter den Häfen, wird heute noch nicht auf den Fährenfahrplanseiten des griechischen Handelsmarineministeriums erwähnt, neben Piräus ist lediglich von Rafína die Rede. Das etwas verschlafen wirkende Hafenstädtchen sollte für mich somit zum Tor zu etwas gänzlich Neuem werden.

Doch die nördliche griechische Inselwelt jenseits von Samos unterscheidet sich in zwei wesentlichen Punkten von der südlichen: Noch im Mai fühlt man sich dort recht einsam, hat außer auf Lesbos kaum Mittouristen um sich. Und die Preise auf so mancher Nordinsel können insgesamt deutlich über jenen etwa von Kreta und etlicher anderer Südinseln liegen.



MartinPUC, im September 2006