Die Laute

Michális und sein Giórgos! Nein, nicht der Daláras, sondern der Skórdalos. Der den Namen berühmter kretischer Musiker trägt, und ihnen in nichts nachsteht. Giórgos Skórdalos, Lyra-Künstler, nahm während des Konzerts immer dann Platz, wenn auch Michális Tzouganákis auf der Bühne war. Er schaute zwar meist sehr ernst, doch ihn freute es besonders, wenn Michális auf der Bühne herumwirbelte.


Maß nehmen...

... und ab die Post!!!





Wo nimmt der Michális nur die Power her? Das Publikum war – so scheint es – mächtig überrascht, und ging auch direkt mit. Immer wieder schleuderte Michális seine Locken zurück, zuckte, warf sich herum, fetzte von links nach rechts über die Bühne, feuerte die Mitspieler an, schrie seinem Giórgos lachend etwas zu, kniete sich vor ihn hin, sprang wieder auf und fing irgendwann sogar an zu tanzen, während sein Lautenspiel immer schneller wurde.




Die Konzertbesucher waren von dieser schwungvollen Performance so hingerissen, dass sie laut schreiend und begeisternd pfeifend applaudierten. Das war der Hammer! Damit hatte man nicht gerechnet.
(Wir schon >> s. Konzertbericht Michalis Tzouganákis in der Fabrik 2009)
Nach einem weiteren Speedstück zeigte sich Michális von einer ruhigeren Seite neben Déspina Olympíou. Elfengleich untermalte sie ihren Gesangsvortrag wieder mit leichten Gesten.


Sie verfügt über eine famose Stimme, wie man insbesondere auch während ihrer Solovorträge hörte.



Sie ist eher eine Vertreterin moderner Rhythmen, also auch der neuen Generation, obwohl sie an diesem Abend später auch viele alte Lieder mit Giórgos zusammen darbrachte.
Irgendwann nach zwei Stunden, gab es schließlich eine Pause. Nachdem die meisten schon befürchtet hatten, das Konzert sei zu Ende, gab Giórgos mit einer knappen Handbewegung zu verstehen, dass sie doch wieder zurückkämen. Daraufhin beruhigte man sich und strömte zum Tresen und nach draußen für den erforderlichen Nikotinnachschub.

Der Chor



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