Teil 6: Besuch auf Náxos
Copyright puchheim = MartinPUC, Juli 2008


Nicht wenige hatten sich sooo auf Íos gefreut! Mit verstärkter Knotenpower aus der Caldera hinauszugleiten, dabei den Steilabbruch des nördlichen Sandoríni ehrfurchtsvoll in sich aufzunehmen, einen ausgiebigen Augenabschweifer in Richtung des nach Nord hin flach ausufernden Thirassía zu tun – es war einfach nicht genug für sie. Jetzt noch als Dreingabe die enge Hafeneinfahrt, die weite Hafenbucht, die blauen Kuppeln der Insel Íos präsentiert zu bekommen, das gegenüberliegende Síkinos, das hätte ihnen gut ins Konzept gepasst.
Pustekuchen! Sópa! Ällabääätsch! Der kleine Hüpfer nach Náxo kostet zwar 15 Euro 50 – zur Erinnerung: das Riesenstück von Nord–Kárpathos nach Santorin hatte 25 Euro 40 gekostet –, doch heute geht Schnelligkeit vor Schönheit, ganz gnadenlos.
Geschwindigkeit über alles. Kein Wunder, da doch viele nur mehr höchstens 10 Tage am Stück Urlaub nehmen können – die Gutverdiener und Versklavten, die längst nicht mehr über das Wertvollste, das es gibt, über ihre Zeit verfügen können.

Schaun wir halt zurück, auf unbekannte santorinische Landstriche, eine seiner Abseitslagen, das Flachland nördlich und unterhalb von Ía (Oia, Oiala = Eier, oberpfälzisch!). Nicht ohne Reiz.

Im Nordosten dunstverhüllte Andeutungen eines Teils von Amorgós oder irgendwelcher kleinerer Inselbrocken. Vor uns, bald neben uns die südliche Ostseite von Íos, etwas ganz Unbekanntes.
Irre zergliedert zeigt sich diese Küste, mit einer Menge kleinerer und größerer Buchten und nur vereinzelt Häusern. Das würde ja selbst Sérifos zur Ehre gereichen, eine derart aufgebrochene, zackige Küstenlinie. Eine knappe halbe Stunde Zeit, sich das zu Gemüte zu führen, noch dazu im Gegenlicht, besonders mystisch und verschleiert.
Es zeigt sich kaum etwas deutlich, Palékastro lässt sich nur erahnen, und ob man das "Grab Homers" von Bord aus erahnen kann, wage ich zu bezweifeln. Aber schön war's, und was Neues für mich.

Dicht an der Westküste von Irakliá entlang, ebenfalls seiner "Rückseite", stoßen wir vor in ein wieder ausgeprägteres Meeresbecken (oberflächlich gesehen – pardon), das von Inseln eingerahmt erscheint, darunter schon unsere nächste Zielinsel.
Zwischen Irakliá und Náxos hüpft mir das Herz, denn ich habe die Ehre, die kleine Skopelítis als weißen Fleck in der Ferne nördlich an Schinoússa entlangfahren zu sehen, auf ihrem Weg zurück nach Katápola.

Was dann kommt, hab ich schon zu beschreiben versucht, letztes Jahr – ich möchte mich nicht wiederholen. Pure Schönheit, der Blick auf die in ihrem Südteil noch recht jungfräuliche Küste von Naxos und das etwas weiter entfernt liegende Paros. Fokus auf Naxos–Stadt, so soll es sein.
Geschwind nähert sich die Naxos der großen Außenmole ihrer Namensgeberin, geschwind legt sie an, schnell spuckt sie hundert Leute aus, nimmt sie dreihundert auf. Die Lkws verzögern das Ganze etwas, doch nach 20 min ist von dem Spuk nichts mehr zu sehen.

In gebotenem Abstand warten, den neuen Vorschriften halbherzig folgend, an die acht bis zehn Zimmervermieter, darunter ein Campingplatz–Anbieter. Einige Ankömmlinge gehen ihnen ins Netz. Mich spricht eine ältere Dame an, als ich schon auf Höhe der Oktopus–Kneipchen die Kaimauer südwärts entlanghaste. Ich versichere ihr glaubhaft, ich hätte schon etwas. Was? – will sie genau wissen, und ich erkläre mich. Auf einem späteren Spaziergang finde ich ihr Haus in der zweiten Reihe hinter der Paralía, der Hafenstraße und Uferpromenade. Unten ihr Juweliergeschäft, aus dem sie heraustritt, mich wiederzuerkennen und zu grüßen.

Es treibt mich weiter Richtung Stadtstrand, dem Viertel, wo ich mein Naxos–Glück, meinen Traum von Unterkunft gefunden habe. Früher, ja früher. In den Achtzigjahren haben wir Jünglinge noch im Kástro–Viertel gewohnt, oder dicht daran, jedenfalls weiter oben in der Stadt. Hat sich jetzt alles Richtung Meer verlagert, seit ich über Münchner Freunde einen Tipp bekam.

Arrivato, έφθασα/έφτασα. Freudiger Empfang durch A(n)donía – das blühende naxiotische Leben, ein gutes halbes Jahr vor ihrer Hochzeit nach dem Saisonende. Leider habe sie nichts mehr oben frei, nur mehr unten im Parterre.
Schluck! Geparkte Autos vor dem Balkon, null Aussicht. Sie zeigt mir das Zimmer, es ist schön, tadellos. Dann sag ich spontan und aus reinem Herzen das Richtige: Ich bleib bei Euch, denn hier gefällt es mir einfach gut, und ich möchte nirgendwo anders wohnen. Das macht Eindruck. – Ach, nur für zwei Tage hätte ich gesagt? Zwei Tage bliebe ich nur? Also, wenn es wirklich nur zwei Tage wären, dann hätte sie da doch noch was. Wo? – Weiter oben. – Im ersten Stock? Nein – im zweiten! Im zweiten mit seinen Traumausblicken!? Nä! – O fortunato, fortunato Martino!!! – sag ich auf Italienisch, und sie strahlt.
Dann zieh ich in das Zimmer ein, das ich letzten Mai schon einmal hatte, schau kurz hinüber nach Paros und schräg Richtung Íos – Wahnsinn, Luftsprung!
Dieser hübsche große Balkon mit dem Sonnenschirm und den stets ins Zimmer weggeräumten Klappstühlen. Ich halte es kaum aus, dieses Glück. Jetzt Mahlers Siebte, Staatskapelle Berlin, Barenboim, hören! Was gibt es Schöneres? Oder Das Lied von der Erde, gespielt in absoluter Hochform vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dirigiert von Daniel Harding, mit dem unvergleichlichen Christian Gerhaher als Bariton – das ist und bleibt die pure Vollendung!!! (Letzteres aus der Warte der Rückschau – erst kürzlich in München live erlebt, dank der Großzügigkeit einer mitspielenden Geigerin und insbesondere der Gunst einer mir wohlgesonnenen Künstleragentin und glühenden Kykladenliebhaberin.)

Optimale Bedingungen für knapp zwei Tage Naxos–Stadt.

Langsam schlendere ich am Rathaus vorbei, steig eine der Treppen hinab zur unteren Uferstraße, eher einem verlängerten Autoparkplatz gleich, davor eine felsige Küste, die hafenwärts ihren felsigen Charakter verliert. Katzen umlagern Müllcontainer, gegenüber aufgebockte Kaikis, Reparaturen und neue Anstriche. Ständig patrouillieren einen Stellplatz suchende Autofahrer auf und ab. Weiter vorne in Gehrichtung die ersten modernen Cafés mit bequemen Polstersesseln, zur früheren Abendstunde nehmen die Eigner selber als einzige Gäste ihren Frappé ein, locken höchstens ein paar jüngere Frauen weiteres konsumierendes Publikum an, TV–Großbildschirme beleben die Szenerie und stören zugleich ihren Frieden.
Den Gästen des vordersten dieser Promenadencafés bietet sich ein toller Überblick übers nähere Hafenbecken, auf kleinere Jachten und Fischerboote an der verwinkelten Mole, des Weiteren ein hübscher Schrägblick hinauf zum Kástro–Viertel.

Langsam beginnen sich die Sitzgelegenheiten der zahllosen Gaststätten an der eigentlichen Uferpromenade zu füllen, zwischen ihnen und mir liegt die nur in nördlicher Richtung befahrbare Uferstraße.
In wunderbarer Abendstimmung wandere ich im milden Licht die Kaimauer entlang. Von den buchtenartig eingegliederten Sitzbänken blinzeln mich Ausruhende an und Neugierige, und jenseits der Straße reihen sich die überdachten Vorbauten der in der ersten Häuserfront untergebrachten Kneipen als Quasi–Außenposten auf, ihrerseits wieder durch die Fußgängermeile von den zugehörigen Küchen und Kühltheken getrennt.
Irgendein Ausflugsschiff kehrt zur kleinen Mole zurück, irgendeine Panagía ... landet an der großen Mole an – so gefällt es mir, immer was los hier im Hafen von Naxos.

Wie sich's gehört, besteige ich wieder den Hügel des Apollotempeltores ganz draußen auf der kleinen Halbinsel, erahne die Inselabfolge Mykonos und dahinter, erfreue mich an Paros da drüben, in anderer Richtung an den grünen Bergen von Naxos, guck durch den Torbogen auf die Stadt, geh einmal ganz rum um die Antiquität und steig wieder hinab auf den Damm zur Stadt hin, den je nach Wind und Wetter wellengepeitschten bis friedlich umglucksten.
Die Sinti und Roma bevölkern nach wie vor den Vorplatz des ersten Hauses am Beginn des Dammes zur Portára, schlecht besetzt wie immer die dann auftauchenden ersten Tavernen bzw. Cafés. Erst weiter südlich, jenseits des Bus– und Taxiplatzes und der nach Ost abbiegenden Hauptstraße wird es deutlich lebhafter.

Ein kühles Amstel gönne ich mir erst einmal, setz mich vor das Limanáki in der Gegend bei der kleinen Mole mit ihrem großen Winkel nach Süd, einer der wenigen Tische direkt vor seinem Eingang ist zu dieser Zeit gerade noch frei, ein guter Beobachtungsposten in unmittelbarer Nachbarschaft des To Stéki tou Valléta, dessen ausgestellte Tintenfische immer etwas dicker und wohlgenährter wirken. Der Grill wurde bereits angeworfen, die mehr oder weniger frischen Oktopusse hängen aufgereiht an der Stange über mir. Da werd ich bald zugreifen.

Weiter geht der Spaziergang, ich lande schließlich auf meinem Balkon, nachdem ich mich in einem Minimarkt an einer Straßenecke meines Viertels mit Proviant fürs Zimmer versorgt habe – darunter auch ein ausgezeichneter, nicht überteuerter naxiotischer Rotwein aus der Tragéa oben.
Ein erster Ouzo, dazu Fistíkia. Blick zur Ág.–Geórgios–Bucht und die Gasse entlang sogar bis zum Hafen.

Als ich zum Limanáki zurückgekehrt bin, ist der Fall klar: Gegrillten Tintenfisch! Einmal will ich es nun schon wissen, woher sie denn immer so reichlich Nachschub an Tintenfisch kriegen, denn ich kann nicht glauben, dass all die täglich herunterhängenden toten Saugnapfungeheuer eben mal um die Ecke rum erbeutet wurden. Der Wirt am Grill ist um eine ehrliche Antwort nicht verlegen: Von Náxos bis Thessaloníki, meint er, oft auch von Athen her. Als ich nach der Herkunft des mir aufgetischten Exemplares frage, heißt es, dieser Kleine stamme wohl aus Kálimno – na ja, entgegne ich, die Fischer von Kálimno seien in der ganzen Ägäis zu Hause.
Wenn die Einheimischen und die Touristen gleichzeitig ihren Abendspaziergang machen, ist es nicht so leicht, im Lokal der eigenen Wahl einen der begehrten Plätze dicht an der Fußgängermeile zu ergattern. Dann platziert man sich eben drinnen in den überdachten Außenbereichen, versucht dennoch, möglichst nah dem Fußgängerstrom zu sitzen zu kommen um auch was mitzukriegen vom nächtlichen Hauptgeschehen in einer Stadt wie dieser. Und trotzdem interessiert einen auch das Geschehen um einen rum, fragt man auch mal die Leute am Nebentisch, ob es ihnen schmeckt, und was denn das sei, was ihnen da aufgetischt wurde.
Eine der örtlichen Spezialitäten scheint eine Art Fischsalat zu sein, aus zerhacktem Fischfilet, mit viel Zwiebel und Kräutern drauf, auch Petersilie: schmeckt ebenfalls sehr gut!

Nach dem Fischessen dreh ich noch eine Runde. Bei der nächsten Annäherung an die Abfolge der fünf nebeneinanderliegenden Tintenfischkneipen trau ich meinen Augen nicht. Meine Münchner Bekannten, die ich noch auf Síros wähnte, sitzen breit und behaglich vor dem Eingang IHRES Stammlokals, wenn es um Ouzo und Oktopus geht: dem genau neben meinem Limanáki, aber andere Seite, nicht bei Valléta.
Sie erwarten eine weitere Frau, die mit der Blue Star Paros von Piräus her ankommen wird, um Mitternacht herum. Ja, Naxos ist immer für schöne Überraschungen gut. So klingt mein erster Abend auf der Insel in erweiterter fröhlicher Runde aus, der Neuankömmling ist bestimmt etwas erschöpft von der langen Anreise, hält sich dafür aber erstaunlich gut.

Natürlich gibt es gleich wieder eine Aktion, am darauf folgenden Vormittag, nämlich die Verabschiedung der ganz lieben Tochter einer der Anwesenden, das etwas ängstliche Wesen fürchtet sich vor der Schifffahrt wie vor ihrem Rückflug, muss aber erst einen Umweg mit Umsteigen auf eine Schnellfähre in Paros über sich ergehen lassen, um ihren Flieger in Athen rechtzeitig zu erreichen. Weil ich etwas missverstanden habe, warte ich ganz alleine auf einen nicht eintreffenden Flying Cat nach Rafína hier auf Naxos, statt am vereinbarten Ort zum Ablegen der Blue–Star–Fähre Richtung Naxos aufzukreuzen. Aber dafür hab ich den restlichen Vormittag genossen, alles nur in der Stadt, gefrühstückt an einem der wenigen Aussichtstische auf dem Balkon des Boulamátsis (Μπουλαμάτσης), Blick auf eine anlandende Großfähre.
Der Tag vergeht in dieser Stadt schneller, als man es sich vorstellen kann, und immer ist irgendetwas geboten, es wird nie langweilig.
Hängt man etwas rum, ist es bald Zeit für die Mittagsfähre, und so weiter.

Längst habe ich Pläne ausgeheckt, wie das arme Kind doch noch zu seinem Rückflug kommen könne, nachdem sich die Leute so getäuscht hätten mit der Fährverbindung. Den einzig noch möglichen Olympic–Inselhüpfer werde ich ihnen vorschlagen, falls ich sie vor seinem nachmittäglichen Abheben noch erwischen sollte. Na die werden alle Stress haben! Tröste mich wieder im To Limanáki. Manólis, der Kellner, wird mir allmählich vertraut. Ein ganz gescheiter, zurückhaltender Typ, er spricht sogar gut Französisch.

Zum Mittagessen begebe ich mich wiederum zu Boulamátsi, klar, denn ich hab sie am Morgen ein Riesenhühnchen rupfen sehen, wodurch mir klar wurde, dass Flattermänner aus Massenaufzucht hier kein Begriff sind.
Just einen Teil dieses Prachthuhns verspeise ich zu Mittag, die Beilagen (z.B. die naxiotischen Kartoffeln!) sind so übererstklassig wie das Geflügel, es ist kaum zu fassen, welche Qualität hier geboten wird, und das auf einer so bekannten Ufermeile! Oder vielmehr im ersten Stockwerk darüber, vielleicht macht das den Unterschied.

Abends, als man sich wieder sieht, wird mir dann mein Irrtum klar, das "Kind" ist wohl schon zu Hause gelandet, und aus der Autofahrt hinauf zum weiß herableuchtenden Kloster ist für mich nichts geworden – dabei hat es ihnen dort so sehr gefallen, auch einer der Mönche. Da hab ich leider was versäumt.

Tags darauf, an meinem Abreisetag, darf ich sie alle ganz oben zum Frühstück auf ihrer Großterrasse besuchen, die nur zwei Zimmer beherbergt und draußen viel Platz bietet. Die Pension gehört wohl den zwei alten Schwestern, die ganz unten im dunklen Hintergrund des Eingangsbereichs ausharren. Sie haben, wie es scheint, ein Kontingent Pauschalreisende, und alle, ob pauschal oder individuell Anwesende, freuen sich über die hohen Bäume, die bis zum obersten Stockwerk ragen und den Ort irgendwie bereichern.

Ich mache anschließend mein eigentliches Frühstück vor dem Scirocco an der Hauptplatía, dort, wo ich immer so gerne zugucke, die Kommenden, Vorbeiziehenden und Gehenden beobachte.
Aus dem Angebot der verschiedenen Standardfrühstücke wähle ich eines der reichhaltigeren aus, hab ich doch vorhin nur Kaffee zu mir genommen. Der Preis dafür ist günstig – kein Vergleich zu Monólithos auf Thíra.
Hab sie also wenigstens wieder kurz beehrt, mir eine neue Naxos–Karte mit Stadtplan hinten drauf geholt, im Durchgang zu den Toiletten, nur den schönen, reich bebilderten kostenlosen Naxos–Führer haben sie noch nicht in Neuauflage, der werde erst geliefert. Na, ich hab zumindest letztes Jahr einen abgestaubt.

Nun ist mir auch wieder klar, dass mindestens drei Geschäfte an und im Umkreis dieser Platía Fahrräder vermieten, auch Mountainbikes – also kein Problem, liebe bewegungsfreudige Leute mit mehr Zeit auf der Insel als ich!

So schade, dass es nicht mehr für ein Mahl im Kalí Kardhiá gereicht hat – wenigstens ein Bier hab ich dort genossen. Man müsste, wie überall, länger verweilen.

Packen, das Gepäck in den angebotenen Verschlag hinter dem Empfangsdesk meiner Unterkunft stellen, von den netten Leuten und dem herrlichen Zimmer Abschied nehmen, einen schönen Sommer wünschen, noch einen Blick auf den Balkon, von wo aus ich, zwei Balkone weiter, am Vorabend dasselbe alte griechische Ehepaar beim Abendessen mit der üblichen Rotweinflasche beobachtet hatte wie vorigen Mai – Stammgäste.

Ein paar Schritte auf dem Sand des Ájios–Jeórjios–Strandes, linksab eine echte Hotelfront hinter dem Beach, aber noch immer eher bescheiden.

Zum Schluss lande ich doch wieder in meinem Stammkneipchen am Hafen, wo ich wiederum mein Gepäck abstellen darf. Besorge mir bei einem ausgesucht freundlichen Mann mein Schiffsticket. Freue mich auf mein nächstes Ziel.
Einige Leute (darunter der Besitzer meiner Unterkunft – es gäbe doch alles auf Náxo, und dort kaum etwas!) waren skeptisch, als sie den Namen der Insel hörten . Doch Manólis, der Bedienerix, meint nur ganz knapp: Donoússa? – Oréo! Aber das weiß ich schon selber, denn ich hab das Eiland schon einmal vorgekostet, letzten Mai. Und jeder andere weiß es ja längst: Wo es mir gefallen hat, da sieht man mich wieder!

Copyright puchheim = MartinPUC, Juli 2008

Zum zweiten Mal: Donoússa. Eine verkappte Liebeserklärung



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