Teil 3: Skalotí und weiter,
und ein Schwenk nach Lákki

Copyright puchheim = MartinPUC, November 2007


Morgengebet

((Witold Lutosławski: Musique funèbre))

Immer am frühen Vormittag liegt eine große Ruhe über dem Land der Griechen. Es ist die Zeit kurz vor dem Ausrücken der Bauern, Schafhirten und Händler. All die Touristen räkeln sich noch in ihren Betten, wer bereits um acht über dem Waschbecken hängt, unter der Dusche, gilt als Frühaufsteher, als leicht verrückt, so etwas gehört sich nicht im Urlaub. Es ist schließlich keine Sonnenfinsternis zu beobachten, keine Luftspiegelung im Mai, kein vergleichbares Großereignis angesagt.
Der heutige Clou ist eine ausgesprochene Schönwetterlage, und die heißt es nutzen.

It's been such a long time, έχει περάσει πολύς καιρός ..., schon so lang her, dass ich in Skalotí vorbeigeschaut habe! Zeit, den Besuch zu wiederholen.

Markant herausgearbeitet die Bergkulisse hinter der Ebene im Morgenlicht, die Schluchten taufrisch und dunkel gefurcht, aus 3 Kilometern Entfernung, das Helle fingert hinein, matt weiß die Dörfer am Bergfuß, feierlich hingebreitet das Land, erwartungsvoll des Tages.

Aus dem westlichen, engeren, den Bergen näheren Teil des großen κάμπος, der Ebene, nähere ich mich der schlafenden Burg mit ihren verlorenen Seelen, folge willig der nicht befahrenen Straße.
Das Kirchlein bleibt links liegen, das Fußballfeld rechts, ein Gehöft, das olivenbestandene Gelände der Anlage Fata Morgana, alles ruht. Ein paar verbrannte Felder, gezielte Feuersetzung, ganz kontrolliert. Der rötliche Neubau eines Aussiedlerhauses (Holländer?), aus dem Garten meldet sich der Schäferhund.

Die Ebene weitet sich, ferner erscheinen die Berge in ihrem Osten dem Wanderer auf Asphalt.
Träge rollt vorbei der Erste in nicht ernst gemeinten Geschäften, nichts deutet auf Eile.
Ich aber will gehen, nicht mitgenommen werden.


Anstieg

Einsam liegt die Tankstelle, noch pilgern sie nicht hin. Es wacht kein übereifriger Hund. Passieren kann ich leicht, kein Stock ist nötig.

Ziegenherde, zottelig, ganz alt, im glitzernden Gestein, dunkelgrünes, dick kleinblättriges Buschwerk, ein paar Tiere im Freien, trotten gemächlich von der Straße, gleich bei der Verzweigung am Ende des Frangokástelo–Bogens.
Neuer, milder Morgen. Grüne Augen mit geheimnisvollen Senkrechtschlitzen. Es wird nichts ausgesprochen. Weit zurück reicht die Zeit.

Weiter gegen die östlich tiefe Sonne. Bald gabelt es sich. Geradeaus nach Lákki, leicht links hoch nach Skalotí.
Sanfter Eintritt in den Kessel voller Oliven. Darüber thront das Dorf. ((Es–Dur–Symphonie, Nr. 19, Frühwerk.))
Grandios seine verwegene gebirgige Umrahmung: Hohe Spitzen, tiefe Schründe, eine dorfeigene, grandiose Schlucht im Hintergrund und nah zugleich. Die neue Bergpiste windet sich hoch, quert den Pass. Im Südosten ein Hügelblock als meerwärtige Begrenzung.
Wasserbahnen rinnen den Teer herunter, es wird rutschig für meine Sohlen. Kein Regen! Undichte Leitung. Erklimme den randlichen Straßendamm, spähe durch die Siegerbäume. Das Terrain zieht in eine Senke hinunter.
Hinter den Zweigen, unterhalb des Dorfes am Hang, ein gut versteckter Wohnwagen beachtlichen Ausmaßes. Mit dicken blauen Linien aufgemalter großer Fisch. Oben läuft ein bunter Fries quer, die ganze Wagenlänge. Wie nur kam das Gefährt hierher? Alle Stichwege enden blind.
Im Osten zeigt sich mein Straßenband wieder, es führt auf die jenseitige Höhe hinauf und weiter.

Mehrere Vierbeiner stehen kurz angebunden herum in Skalotí. Ganz alt, mittelalt, in den besten Jahren, ganz jung. Geht man ein zweites Mal vorbei, bellt nur mehr einer, müde und heiser – die Alten können's nicht lassen.
Ein rechter Winkel von Durchgangsstraße teilt den Ort, an seinem Westschenkel die beiden Kafenía, das erste etwas zurückversetzt, das benachbarte andere direkt am Straßengeschehen, an zwei Tischen im Freien sitzen die Alten, steht der dunkel gewandete, vitale jüngere Wirt. Unweit daneben der Lebensmittelladen. Rechts geht es ins untere Dorf, nur wenige Häuser sind es.
Ein stilles, ganz unbedeutendes Örtchen. Doch es hat einen ausgesprochenen Charme, wirkt sehr ursprünglich kretisch mit seinem weiß gestrichenen Flachbauten und dem diversen Kram davor und dahinter. Nach dem letzten angebundenen Hund mache ich kehrt und entscheide mich für das leere Gasthaus der alten Dame. Freundlicher Empfang, der Frühstücks–Nes wird liebevoll zubereitet. Zu dem Tisch draußen wird noch ein Stuhl gestellt, für alle Fälle.
Ach, wär das schön, wenn jetzt jemand Bekannter vorbeikäme.

Als ich so dasitze und sinniere, haben die Götter meinen Seufzer längst erhört, rollt, leider allzu flott, ein metallicblauer Kleinwagen vorüber, Richtung Plakiás. Seine hinteren Fenster sind mit Handtüchern verhängt (– die müssen wohl noch trocknen, oder als Sonnenschutz gedacht?). Am Steuer sitzt ein langhaariges blondes Wesen, das sich vergnügt mit jemandem unterhält, von dem nicht viel zu sehen ist: einem Kind! Ach, das ist doch die S. – ganz sicher, ihre Handtuchmasche kenne ich!!!!!
Ich stürze zur Straße hin, will diese mir wohlbekannte Hessin auf mich aufmerksam machen, aber schon ist sie weg, um den rechten Winkel herum, zu spät! It was a near miss. Hätte ich doch im der Straße näheren, anderen Kafenío Platz genommen! Sie ist wohl schon abgereist aus ihrer Bleibe hier in der Gegend, sieht ganz so aus, mit all den trocknenden Handtüchern im Auto, am früheren Vormittag. Hat also nicht sollen sein, aber 1 Sekunde lang gesehen hab ich sie wenigstens. Ein schöner Zufall. It's a small world, isn't it.

Auf, Martin! Jetzt willst Du's wissen, erklimmst die Höhen, auf die sich auch die Straße Richtung Plakiás hochzieht – mal sehen, ob wir den lustig bemalten Wohnwagen auf Umwegen finden!
((Haydn: Lo Speziale [ja, mit "z", obwohl es Italienisch sein soll!], deutsch: Der Apotheker, eine großartige, pfiffige Kurzoper mit flotter, sinfonieartiger Ouvertüre))

Mir kommt die Zeit in den Sinn, da ich diese legendäre Strecke zwischen Plakiás und Chóra Sfakíon und umgekehrt noch in einem alten Busvehikel schaukelte, weitgehend auf ungeteerter Staubstraße. Nun geh ich zu Fuß auf Asphalt, schon komisch. Aber es ist genauso wenig Verkehr wie zu jenen idyllischen Zeiten noch Anfang der Achtzigerjahre.
Der hie(r) und da die Straße blockierende Esel fehlte fast nie, oder eine herumwuselnde Schafherde.
Ein absolutes Highlight damals war der "Sturz" aus den Höhen von Áno Rodhákino die Kurve runter auf diese sagenhaft schmale Brücke über einer kleineren Schlucht, wo der Bus gerade noch durchkam, in vollem Schwung und blindem Vertrauen auf die Mächte des Guten.
Und dann die Einmündung dieses Feldweges auf die Straße von der Kotsifoú–Schlucht her, gut 2 km nordöstlich von Selliá. Da musste der Fahrer waghalsig manövrieren, um den langen Bus auf die im spitzen Winkel angeklebte andere Straße zu kriegen, und als das Vorderteil über dem Abhang hing, die Vorderachse gerade noch auf dem Feldweg, kreischten die jüngeren Touristinnen vorne dermaßen laut, dass es geradezu ein Vergnügen war: iiiiiiiiiiiiiiiiih!
So eine lustige Busfahrt gibt es heutzutage nicht mehr, alles geglättet, alles sauber entschärft – leider, tausendmal: leider! Heute fahren sonderbare Gestalten paarweise in Kleinwagen von der Stange durch die Gegend und bewundern sich selbst ob der abgefahrenen Meilen und der vollbrachten Leistung. Sie starren nicht selten ungläubig, ja entsetzt durch die Windschutzscheibe, wenn sie einen wie mich auf Schusters Rappen daherkommen sehen. Das scheint ihr Weltbild zu sprengen, möchte man meinen.

Dabei haben sich die Zeiten doch nur zum Positiven geändert und alles ist nun möglich (!): Zu Fuß auf der Landstraße, im Leihwagen durch die Prärie, bergab im Sattel eines Mountainbikes auf den Serpentinen von Ímbros nach Chóra Sfakion (ein Begleitbus mit Ersatzrädern auf dem mitgeführten Anhänger folgt den mutigen, gut zahlenden Bergabbremserinnen und –bremsern), Bungee–Jumping von der Brücke über die Arádhena–Schlucht, geführte Wanderungen zu fünfundzwanzig Personen und mehr auf altbekannten, einfach zu gehenden Küstenpfaden (immer der Nase nach!), mit dem Hubschrauber auf dem Sandstrand von Frangokástelo landen, per Jeep in die Hochwüste zwischen den Gipfeln der Weißen Berge, von Timbátschi aus mit einem ausgedienten US–Spaceshuttle ins All (dient der Vorfinanzierung des neuen Containerhafens, munkelt man, wer's glaubt, wird selig!), als Containerschiffspassagier aus der Umgebung von Mátala und Pitsídhia ganz entspannt nach China (in Kürze!) .....

Auf was für Gedanken man kommt, wenn man an Skalotí in der Sfakiá (der alten "Sfatschá") denkt!


Aufstieg

Diese Strecke gefällt mir Fußgeher. Eine elegante Kurve zwischen Ölbäumen, Seitenblick in eine Schlucht, und schon schwenkt man auf die Höhengerade ein. Doch halt! – ein erstes ernstzunehmendes Hindernis!
Sollten die althergebrachten Sitten Ur–Kretas noch am Leben sein? Ja! Eine gewisse Anarchie ist der Gegend nicht abzusprechen. Diesmal ist es eine filmreife Szene: Zwei junge Freunde haben was Wichtiges zu besprechen. Jeder sitzt am Steuer seines Bauernlasters, der eine hat sein Fahrzeug ganz dicht am fiktiven, also nicht existenten Mittelstreifen angehalten, sein Spezi hat dasselbe in entgegengesetzter Richtung vollbracht. Die Fenster heruntergekurbelt, jeder einen Arm auf den Fenstersims gestützt. Eine größere Schafherde orientierungslos um sie herum, die restliche Fahrbahnbreite in locker gestaffelter Formation einnehmend. Als ich nach 30 min zurückkomme, stehen sie immer noch so da, mitten auf der Überlandstraße.
Ein Getränkelieferant sucht hilflos durchzukommen, steckt sich erst einmal eine Zigarette an, bevor er das Hupzeremoniell einleitet, damit wenigstens die Schafe nachgeben.
Mir gefällt das neue Kapellchen da oben, nicht weit von der Straßenblockade. Von dort grüßt eine artverwandte Schafherde herunter – määääh (nicht: miiiih!).

Oben auf dem höchsten Streckenpunkt zweigt ein dürftiger Feldweg nach West ab, hinunter in den Kessel von Skalotí, in die Oliven. Den nehme ich. Bald biege ich nach rechts ein auf eine etwas besser aussehende Wegvariante und stapfe bergab. Aber nein, nichts für ein Auto, geschweige denn ein Wohnanhänger–Gespann. Zu viele Steinbrocken und Erosionsrinnen, alles recht verwildert. Aber schöne Ein– und Ausblicke bieten sich mir da wenigstens. Ich kehre um, als ich schon ganz unten angelangt bin und der Feldweg immer unkenntlicher wird. Gefunden hätte ich das lustige Wohnmobil bestimmt, aber was soll's.

Oben an der Kurve mit dem Panorama übers Land setze ich mich auf einen Stein und überlege, ob ich mich über Argoulés, das nahe nächste Dorf, und kurz dahinter auf einen der vielen zur Küste hin abbiegenden Feldwege in die Gegend des Kóraka–Strandes vortasten solle. Es würde ein weiter Weg werden, die Rückkehr nach Frangokástelo wäre das wenigste, unten am Meer entlang, dann in einigem Abstand zur Küste, zum Schluss wieder auf der Teerstraße.
Gehn wir halt noch ein wenig weiter nach Ost und schaun–ma mal!

Ein etwas "abgestürzter" Landstrich tut sich nun dem langsam Dahinwandernden auf, zwischen den Dörfern. Recht ausgetrocknet, fast baumlos, von zahlreichen, auch ganz straßennahen Feldwegen zerteilt, eine ziemlich unattraktive, einigermaßen zerstörte, mit kleineren Schluchten garnierte Zwischenlandschaft um meine Straße herum, insbesondere unterhalb dieser. Was doch Ölbäume ausmachen, wenn sie in ganzen Wäldern im unmittelbaren Umkreis der Siedlungen angebaut sind. Verlässt man diesen heimeligen Grüngürtel, kann es sehr karg werden. Ein beißender Verwesungsgeruch setzt dem Desperado–Gefühl noch eins drauf. Nur zwei Meter unterhalb ein verendetes ausgewachsenes Schaf im Gebüsch, das die Geier noch nicht aufgestöbert haben. Noch ein paar Schritte, und Argoulés liegt vor mir im Hang. Vielleicht 1 oder 2 km östlich des Ortes erspähe ich einen von der Hauptstraße abzweigenden Feldweg, der mich wohl in die von mir angepeilte Küstengegend bringen würde, hinunter zur Agía–Marína–Kapelle.
Nein, ich werde nicht dorthin gehen und weiter. Es soll erst einmal reichen. Wenigstens die Berge um Plakiás herum hab ich von hier oben aus gesehen, im fernen Hintergrund, auch den Kegelberg bei Lefkója mit seiner Kapelle drauf, so unschwer zu besteigen.


Abstieg

Also alles zurück. Die zwei Kumpels in ihren beiden Agrotiká versperren weiterhin die Straße, nur der Großteil der Herde hat sich inzwischen auf die Hänge hinauf zurückgezogen.
Noch einmal durch Skalotí, heiseres Gebell des alten, der junge Hund kriegt gerade seine Fleischbrocken (eine wirkliche Ausnahme: Fleisch für Hunde). Ein erneuter Versuch, auf dem in die Oliven abzweigenden Weg weiterzukommen, bereits unterhalb des Dorfes – aber nein, geht nicht.

So treibt es mich hinunter zu dem Abzweig hinter nach Lákki. Auf dem Weg dorthin treffe ich auf eine Gruppe mit zwei jüngeren Leuten, die offensichtlich von einer Behörde kommen, um Grundstücksgrenzen zu beurteilen. Denen sollte ich noch zweimal über den Weg laufen.

Die Nebenstrecke nach Lákki ist vollständig geteert. Es geht immer Zäune entlang, dahinter Oliven und dazwischen weidende Tiere, von Hunden bewacht. Nach der ersten asphaltierten Stichstraße Richtung Strand kommt eine kleine Senke. Unter einem Baum wartet eine Hundefamilie auf mich, die den dahinter befindlichen Schaf– und Hühnerstall bewacht. Die Hundemama ist zum Glück angebunden, führt sich wie verrückt auf. Ihre drei kleinen Schäferhundsprösslinge wagen es, mich mit ihren Stimmchen ebenfalls anzufauchen, verfolgen mich sogar, trauen sich aber nicht, mich ins Bein zu zwicken. Der Wanderstock ist doch zu abschreckend. Aber vor denen hab ich mich doch nicht gefürchtet.

Hinein in die zweite, die "richtige" Stichstraße hin zum Strand (der Asphalt geht übrigens geradeaus, also nach Ost, noch ein Stück weiter); sie ist mit einem Hinweisschild auf die Taverna und Rooms Zorbas ausgestattet. Dort würde ich gerne zu Mittag essen, mich etwas erfrischen, ausgetrocknet, wie ich bin.
Ich passiere eine Lager– und Fabrikhalle, neben der vor dem ersten Stock eines Containergebäudes eine junge Frau mit Wäsche herumhantiert, ihr Mann kurvt aus dem Grundstück heraus. Auf der anderen Straßenseite ein Schafpferch, die Tiere suchen unter dem Blech der Tränke Schutz vor der sengenden Sonne.

Unten angekommen, finde ich selbst die kurze küstenparellele Straße schon geteert vor. Erst geh ich ein Stück nach Ost, will sehen, wie weit dort der Teer reicht. Er endet vor einem Grundstück mit unfertigen Neubauten.
Richtung West von der Einmündung meiner Stichstraße wird die Bebauung dichter. Küstenwärts wurden nun einige Appartementhäuser hingestellt, die immer noch nagelneu wirken.

Der Komplex der Taverne Zorbas mit ihren Zimmern befindet sich schräg gegenüber. Als ich bei dem Gartentor eintreffe, ist die Taverne zu meinem Leidwesen verschlossen. Aha, der Mensch, der vor einigen Minuten an mir im Auto vorbeifuhr ... Offenbar verspricht man sich nun keine Tagesbesucher mehr, hat bestenfalls noch abends geöffnet.
Wie ausgestorben wirkt der Ort zu dieser Mittagszeit. Nur das Gebell eines Hundes übertönt die etwas trostlose herbstliche Szenerie.
Ein steiles Straßenstück führt zum Strand hinab. Eine weitere, geschlossene Taverne. Aus einem Wohnhaus links hinter dem Strand tönt Musik, zwei Autos parken vor ihm.
Nur einen einzigen Menschen sehe ich hier unten, der Mann schaut kurz aus seinem Garten heraus auf die unterste Strandstraße, zieht sich dann gleich wieder zurück.
Der Strand selbst mittelprächtig, zum Baden reicht's, und viel Ruhe und Abgeschiedenheit ist gewährleistet.
Jedenfalls ein schnell erreichbares Ausflugsziel von Frangokástelo her. Allerdings muss erwähnt werden, dass man direkt die Küste, den Strand entlang NICHT zurückkommt zur Siedlung mit der bekannten Burg(, denn da landet man bald bei unpassierbaren Klippen – na gut, wer etwas klettern mag, ...). Das geht nur, wenn man zumindest auf die westlichere der beiden Stichstraßen einschwenkt und über die asphaltierten Strecken zurückfährt bzw. –läuft.

Ich geh den gewohnten Weg zurück, und bei der Tankstelle, etwa 2 km östlich meines Zielortes, nimmt mich ein süddeutsches Paar, das zum wiederholten Mal in Plakiás wohnt und, schon etwas gelangweilt, wieder mal einen Ausflug nach Ch. Sfakíon und Loutró vorhat, das letzte Stück mit.

Um diese Stunde, am frühen Nachmittag mit seinem grellen Licht, ist all der Zauber verflogen, zurückgedrängt, der sich frühmorgens und gegen Sonnenuntergang hier überall so unvermittelt spüren lässt.


Copyright puchheim = MartinPUC, November 2007

Ein verhinderter Ausflug nach Gávdos.
Eindrücke aus Chóra Sfakíon und Loutró



zurück zur Startseite