Kulinarisches

Meine Spezialität:  Explodierte Auberginen im Backofen



In Kalamáki gibt es eine Taverne, die für den Gourmet ganz besonders deliziöse Spezialitäten bereithält.



Um zum Essen so richtig in Stimmung zu kommen, empfiehlt der Chef des Hauses ein heißes Fest, eine „Fete aus dem Backofen“, mit kretischer Musik und traditionellem Tanz.

Was dem einen sein langweiliger Tzatziki ist, ist dem anderen eine feurige „Rottepinte“, eine Vorspeise, kreiert in der Kneipe um die Ecke.

Im nächsten Gang wird etwas richtig Deftiges serviert. Im Angebot wäre da ein rustikales Omelett mit Tomaten aus der Dose oder aus der Kasse.

Alternativ darf es auch ein sättigendes Schaf aus der Kasse sein, begleitet von einem Gebraten. Sehr lecker, vor allem das zweite.

Wem die Kassengerichte zu trocken sind, kann mit gekochten Speisen Abhilfe schaffen. Zu Mischgemüse eignet sich sehr gut archaniótisches "Flaschenwasser", am besten die große Pulle.
Unschlagbar sind auch die südkretischen Sausengerichte:  Frikadellen mit Tomaten und Sause sowie die köstliche Kammsuppe mit Sause.


Fleisch vom Holzkohlengrill wählen wir als Hauptgang. Zwei verschiedene Souvlaki-Gerichte, einfach oder vom Kind, werden angeboten, preislich kaum ein Unterschied.

Zur Abrundung nimmt der erfahrene Restaurantbesucher gerne einen Gurgeln-Salat, wie man der Geräuschkulisse in der Taverne entnehmen kann.



Der Kreter hat die deutsche Säuferleber studiert und bringt nach dem üppigen Essen die Spirituskarte. Jammas!

In Wirklichkeit ist es so, dass das Essen in dieser Taverne hervorragend schmeckt. Die Karte gibt es übrigens immer noch. Probiert doch einfach die einzelnen Restaurants in Kalamáki durch, mal sehen, ob ihr sie findet.


Magdi Aboul-Kheir
Passend dazu mehrere Kolumnen zum deutschen Sprachensalat auf ausländischen Speisekarten (ich sach nur: "gefühlte Blödklöße" und "gepeitschte Sahne")


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