Es war die schon etwas ältere CD Ap’ tin Tílo os tin Thráki, die mich vor einigen Jahren auf Anhieb begeistert hatte. Ta Smirnéika Tragoúdhia, Tou Paradhíssou Lemoniá oder Karávia Imaste klangen für meine Ohren so neu, so anders als jegliche Musik, die ich bis dahin gehört hatte.
Alex schwärmte mir immer wieder von der musikalischen Kreativität, den lyrischen Texten und der Stimme des Künstlers vor: „Mit Thalassinós kannst du Bilder der Ägäis „hören“.

Für mich waren es insbesondere die Klänge, die Zusammenstellung der Instrumente, die mich faszinierten, denn die Texte verstand ich nicht. Und natürlich die Stimme, die man sofort wiedererkennt.
Er gehört zu den Musikern, wie Marinella sie kürzlich in einem Interview kategorisiert hat, die eine unverwechselbare Stimme haben. Andere, die heutzutage von der Musikindustrie gepuscht werden, klängen alle gleich.

Langsam tastete ich mich an den Text von Tou Paradhíssou Lemoniá heran und lernte ihn schließlich auswendig, um das Lied mitsingen zu können. Später kamen noch einige dazu, zumindest die Refrains.

Verschiedene Konzertmitschnitte, z.B. bei YouTube, hatten bei mir den Eindruck erweckt, dass Pandelís ein ernster und ernsthafter Mensch ist. Auch seine Kompositionen haben oft eine rührende, traurige Note. Für einen sentimentalen Menschen wunderbar zum Nachempfinden, beschreibt er doch die ganz tiefen Gefühle, z.B. die der unerfüllten Liebe, wie in einem seiner beliebtesten Lieder Anáthemá Sse, das er auch an diesem Abend vortragen sollte.




In Griechenland hatten wir immer Ausschau gehalten, ob wir nicht zufällig eines seiner Konzerte dort besuchen könnten, ein Wunsch, der sich jedoch nie erfüllte.
Als wir dann im Internet lasen, dass er tatsächlich nach Deutschland kommen würde, sogar in unsere Region, nach Mainz, zögerten wir keine Sekunde und besorgten die Tickets.

Man sollte vorausschicken, dass es gerade mal drei Wochen her war, dass wir Giórgos Daláras (mit Déspina Olympíou und Michális Tzouganákis) gesehen hatten. Dieses Konzert hallte die ganze Zeit über noch sehr intensiv nach. Nun sollten wir ihn loslassen, um uns auf Pandelís einzustellen. Kein leichtes Unterfangen.

Noch mit der großen Jahrhunderthalle voller Menschen im Kopf trabten wir am frühen Abend vom Hotel in Richtung Frankfurter Hof, übersahen das quer über die Straße gespannte Transparent und liefen auch prompt an dem unscheinbaren Eingang vorbei. Beim zweiten Anlauf fanden wir dann schließlich das Gebäude, das sich nahtlos in die Häuserzeile der Augustinerstraße, mitten in der wunderschönen Mainzer Altstadt, einreiht.



Im Foyer



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